

Das Exposé
Das Exposé ist das Dokument, auf dessen Grundlage ein Käufer sein erstes Angebot macht. Je nach Haus heißt es auch Verkaufsunterlagen, Unternehmensprofil oder Information Memorandum. Gemeint ist dasselbe.
Zwei Unterlagen, zwei Aufgaben
Im Verkaufsprozess arbeiten wir mit zwei Papieren, die unterschiedliche Aufgaben haben.
Das anonymisierte Kurzexposé, auch Teaser genannt, geht an Interessenten, die wir ansprechen. Es weckt Interesse und schützt zugleich Ihre Identität. Zwei bis drei Seiten reichen dafür.
Das Detailexposé geht erst heraus, wenn eine Vertraulichkeitserklärung unterzeichnet ist und Sie der Herausgabe an diesen Interessenten zugestimmt haben. Es ist das wesentliche Informationsmedium vor der Due Diligence und umfasst meist 30 bis 50 Seiten, bei umfangreichen Unternehmen auch 70.
Beide entstehen aus derselben Grundlage, der Verkaufspositionierung. Was dort erarbeitet wurde, wird hier zu Text, Zahlen und Bildern.
Das Kurzexposé
Der Teaser trifft eine Abwägung: so viel Information, dass die passenden Interessenten aufmerksam werden, und so wenig, dass Ihr Unternehmen anonym bleibt. Hinein gehören:
- Der Tätigkeitsbereich und die Eigenschaften, die Ihr Unternehmen für Käufer attraktiv machen
- Die Kennzahlen der letzten drei Jahre: Umsatz, EBIT, Personalstärke
- Die wirtschaftliche Entwicklung des laufenden Jahres und, soweit sinnvoll, die Aussichten
- Die Kaufpreisvorstellung
- Der Verkaufsgrund. Ein Verkauf aus Altersgründen schafft bei Käufern mehr Vertrauen als ein Grund, der im Betrieb liegt
- Was genau verkauft wird: Rechtsform, alle Anteile oder ein Teil davon
- Die bevorzugte Struktur, Asset Deal oder Share Deal
- Die betriebsnotwendige Immobilie: Wird sie mitverkauft, oder steht sie langfristig zur Miete oder Pacht zur Verfügung
- Ihre Erwartungen an den Käufer: Qualifikation, Kapital, persönliche Eignung
Zwei dieser Punkte wirken stärker auf den Kaufpreis, als es zunächst scheint. Die Struktur des Verkaufs hat steuerliche Folgen, die für beide Seiten unterschiedlich ausfallen. Und die betriebsnotwendige Immobilie erschwert einem Käufer die Finanzierung und senkt die Rendite, wenn sie mitgekauft werden soll. Beides klären wir mit Ihnen, bevor es im Teaser steht.
Zu steuerlichen und rechtlichen Fragen arbeiten wir mit Ihren Beratern zusammen. Oakstreet erbringt keine Steuer- oder Rechtsberatung und ersetzt sie nicht.
Das Detailexposé
Das Ziel ist klar umrissen: Ein Interessent soll nach der Lektüre so umfassend informiert sein, dass er ein unverbindliches Angebot abgeben kann.
Wie wir es aufbauen
Wir bereiten Ihr Unternehmen käufergerecht auf, wählen aus Ihren Daten die aus, die für die Kaufentscheidung tragen, und beziehen die Sicht der Käuferseite ein. Neben den Fakten nehmen wir die Kultur und die Persönlichkeit Ihres Unternehmens auf, denn beides entscheidet mit darüber, ob sich ein Käufer das Weiterführen zutraut.
Dazu entwickeln wir mit Ihnen ein Übernahmekonzept, also die Antworten auf die Frage, wie die Übergabe an Ihren Nachfolger ablaufen soll. Wie weit das reicht, hängt vom Unternehmen ab.
Der Aufbau im Einzelnen
- Management Summary, im Kern der Teaser ohne Anonymisierung, etwas erweitert
- Unternehmenshistorie, die Geschichte und die Tradition des Hauses
- Stärken und Potenziale, aus der SWOT-Analyse entwickelt
- Mission und Alleinstellungsmerkmale
- Organisation
- Management, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Führung
- Kunden und Lieferanten
- Produkt- und Leistungspakete
- Immobilie, Betriebsausstattung und Standort
- Vertrieb und Marketing
- Absatzmarkt und Wettbewerb
- Rahmenbedingungen und idealer Erwerber
- Finanzen und Geschäftszahlen
- Bewertung
- Kontakt
Bilder gehören dazu
Gebäude, Maschinen und Produkte sind das eine. Wo es möglich ist, zeigen wir auch Menschen: Sie, Ihre Familie, Ihre Mannschaft. Ein Exposé mit Gesichtern wirkt persönlicher, und es erzählt die Geschichte, die hinter den Zahlen steht.
Vertraulichkeit
Das Detailexposé gibt die Identität Ihres Unternehmens preis und enthält Angaben, die sonst niemand zu sehen bekommt. Deshalb gelten zwei feste Regeln.
Vor der Herausgabe unterzeichnet der Interessent eine Vertraulichkeitserklärung. Und vor jeder einzelnen Herausgabe holen wir Ihre Freigabe für genau diesen Interessenten ein. Sie entscheiden in jedem Fall selbst, wer Ihr Unternehmen zu sehen bekommt.

Oakstreet Tipp
Stellen Sie sich beim Lesen des Entwurfs die Frage, die ein Käufer stellt: Traue ich mir zu, dieses Unternehmen weiterzuführen, und was brauche ich dafür. Ein Exposé, das diese Frage beantwortet, erspart Ihnen später viele Rückfragen und verkürzt die Due Diligence.
Zum Selbermachen
Auf unserer Wissensplattform liegt eine kostenfreie Vorlage für den Kurzteaser für Sie bereit. Damit entsteht in kurzer Zeit ein Unternehmensprofil für die erste Ansprache.
Sprechen wir darüber
Alexander Reichel, Oakstreet
Wenn Sie wissen möchten, wie ein Exposé für Ihr Unternehmen aussehen würde: Schreiben Sie uns, wir sagen Ihnen, welche Unterlagen wir brauchen und worauf es in Ihrem Fall ankommt.